Die Nettingsdorfer Papierfabrik wurde 1851 in Nettingsdorf (Gemeinde Haid, Oberösterreich) als Papiermühle gegründet. Seit 2000 befand sich die Nettingsdorfer Papierfabrik zu 100 Prozent im Besitz der Jefferson Smurfit Gruppe, einem internationalen Konzern mit Stammsitz in Irland, die im Dezember 2005 mit Kappa Packaging zu einem neuen Unternehmen, der Smurfit Kappa Gruppe fusioniert hat.
Nettingsdorfer Papierfabrik AG & Co KG hält 96 Prozent an der Smurfit Kappa Interwell GmbH & Co KG und ist damit indirekt an der Smurfit Kappa Wellkart GmbH und der Duropack AG beteiligt. Smurfit Kappa Wellkart befindet sich in Hörsching, die Duropack Gruppe in Wien umfasst Betriebe in Österreich sowie in den Nachbarstaaten. Wellkart und Duropack sind weiterverarbeitende Betriebe und juristisch als auch wirtschaftlich selbstständig.
Wir konzentrieren uns auf Kunden im Umkreis von 600 km. Rund die Hälfte unserer Papiere werden an weiterverarbeitende Unternehmen der Smurfit Kappa Gruppe geliefert. Weitere große Kunden sind Duropack, SCA, Hamburger, Model und Rondo.
Wir konzentrieren uns auf Kunden im Umkreis von 600 km. Die größten Abnehmer der Produkte von Smurfit Kappa Nettingsdorfer haben ihren Sitz in den angrenzenden Staaten.
HEKIS ist ein webbasiertes Einkaufs- und Disposystem für Holz. HEKIS ermöglicht eine klare Übersicht über den Status Quo der Liefermengen.
Wellpappe ist die am häufigsten verwendete Verpackung der Welt mit einer hervorragenden Zukunft. Wellpappe ist kostengünstig. Sie bietet sicheren Schutz und hohen Komfort bei Verpackungen, als Dekorationsmaterial und im B2B-Bereich für spezielle technische Anwendungen. Wellpappe ist vollständig wieder verwertbar und wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.
Die EU-Erweiterung hat vorwiegend positive Auswirkungen auf Smurfit Kappa Nettingsdorfer. Auf Grund unseres Lieferradius sind die benachbarten osteuropäischen Staaten für uns ein sehr wichtiger Markt mit hoher Nachfrage, da dort ein größeres Wirtschaftswachstum als in den „reifen“ westeuropäischen Ländern stattfindet. Wir erwirtschaften bereits rund 20 Prozent unseres Umsatzes in diesen Staaten.
Wir sichern unseren Standort nachhaltig und wollen einer der profitabelsten und modernsten Standorte des Smurfit Kappa Konzerns und ein Erfolgsbeispiel für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich bleiben. Die Versorgung mit Wellpappe-Rohpapier wird in Österreich mittelfristig und in Mittel- und Osteuropa langfristig von allen Zielgruppen mit einem Namen in Verbindung gebracht: Smurfit Kappa Nettingsdorfer.
Ist die Smurfit Kappa Group börsennotiert?
Seit März 2007 ist die Smurfit Kappa Group wieder börsennotiert. Wir haben eine Primärlistung an der irischen Börse (ISE) und eine Zweitnotierung an der Londoner Börse (LSE). Der Emissionskurs der Aktien betrug EUR 16,50 und unser Börsekürzel ist SKG. Mehr Infos unter www.smurfitkappa.com
Produkte
Die Smurfit Kappa Gruppe ist ein Verpackungskonzern. Die in den Papierfabriken produzierten Papiere werden in den Wellpappefabriken zu Tafeln und Wellpappeverpackungen weiter verarbeitet. Mit der Vielzahl von Werken und einer flächendeckenden Präsenz ist es möglich, internationale Unternehmen in den verschiedenen Ländern zu beliefern.
Wellpappe ist die am häufigsten verwendete Verpackung der Welt mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Sie bietet neben einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis sicheren Schutz und hohen Komfort bei Verpackungen, als Dekorationsmaterial und im B2B-Bereich für spezielle technische Anwendungen. Wellpappeprodukte sind vollständig wieder verwertbar und werden aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt.
KRAFTLINER braun und Deckenpapier sind Papiere für die Decke der Wellpappe. Für Smurfit Kappa Nettingsdorfer ist eine Konzentration auf diese beiden Papiersorten wirtschaftlich sinnvoll.
Wir bleiben unserem Kerngeschäft treu und werden weiterhin Wellpappe-Rohpapiere herstellen, wobei die Wellpappeverpackung ständig weiterentwickelt wird und immer neue Verpackungslösungen gefunden werden.
Bei Smurfit Kappa Nettingsdorfer werden Lehrlinge in den Bereichen Papiertechniker, Maschinenbautechniker und in der Doppellehre Betriebselektriker und Prozessleittechniker ausgebildet. Es werden bis zu 15 Lehrlinge ausgebildet.
Ein großes Ziel von Smurfit Kappa Nettingsdorfer ist es, sichere und gesunde Arbeitsplätze anzubieten. Über innerbetrieblichen Kompetenzaufbau arbeiten wir daran, Gesundheitsmanagement als kontinuierlichen Verbesserungsprozess in das Unternehmen zu integrieren.
Aus- und Weiterbildung wird bei Smurfit Kappa Nettingsdorfer groß geschrieben. Im Durchschnitt absolvieren Mitarbeiter 40 Stunden Aus- und Weiterbildung pro Jahr. Wir bieten interne Seminare an und arbeiten mit externen Weiterbildungsanbietern zusammen. Schwerpunkte der letzten Jahre waren neben der fachlichen Ausbildung besonders Arbeitssicherheit, EDV und Sprachenausbildung.
Ein großer Teil unserer Mitarbeiter arbeitet im kontinuierlichen Schichtbetrieb auf Basis einer 36-Stunden-Woche. Die Mitarbeiter kommen großteils aus den Bereichen Elektro und Metall. Diese beiden Gründe tragen dazu bei, dass nur 20 Frauen bei Smurfit Kappa Nettingsdorfer beschäftigt sind. Wir freuen uns, wenn wir diese Quote erhöhen können.
Pro Jahr werden rund 930.000 Festmeter Holz und 170.000 Tonnen Altpapier verarbeitet.
In Nettingsdorf wird Nadelholz (Kiefern-, Fichten- und Tannenholz) aus größtenteils österreichischen Forstbetrieben verwendet. Einen wesentlichen Teil stellt Sägerestholz, welches als Nebenprodukt bei Sägewerken anfällt, dar.
Die Abwässer werden mechanisch vorgereinigt und fließen über einen 18 km langen Kanal in die Kläranlage Asten. Dort werden sie biologisch gereinigt.
Bei der Zellstoffproduktion werden Natriumverbindungen (Alkali) verwendet und es fällt Ablauge an, die Koch-Chemikalien sowie gelöstes Holz (Lignin) enthält. Die Ablauge wird durch Waschen vom Zellstoff getrennt und danach weiter verarbeitet. Durch die modernen Anlagen werden 99 Prozent der Ablauge erfasst. Der Holzanteil der Ablage wird zur Energiegewinnung genutzt und verbrannt. Die Chemikalien werden rückgewonnen und im Produktionskreislauf wieder verwendet.
Smurfit Kappa Nettingsdorfer liegt bei den Emissionen vor allem in den Bereichen Staub und Schwefeldioxid klar unter dem europäischen Durchschnitt und weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Auch bei Geruchsgasen, die Anrainer belästigen könnten, bemüht sich Smurfit Kappa Nettingsdorfer um eine möglichst vollständige Erfassung und Beseitigung.
50 Prozent des Stroms kann Smurfit Kappa Nettingsdorfer durch die umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugen. Der Rest wird aus dem Stromnetz eingespeist.
Die spezifische fossile CO2 Emission (to CO2 / to Papier) hat sich seit 1990 durch Implementierung von modernster Technologie auf die Hälfte reduziert (von 444 kg CO2 / to Papier auf 221 kg CO2 / to Papier 2005).
Die gefährlichen Abfälle werden von konzessionierten Abfall-Sammlern übernommen und ordnungsgemäß entsorgt. Die übrigen Betriebsabfälle werden soweit wie möglich als Brennstoffe genutzt (Rinde, Holz- und Zellstoffabfälle). Der Rest (Kunststoff, mineralischer Abfall aus der Kaustizierung, hausmüllähnlicher Abfall) wird deponiert.